Harte Kontraste

In Kibera trafen wir auch noch Lucas, den wir schon am Dienstag kennengelernt haben. Mit ihm haben wir unsere erste Safari im Nairobi Nationalpark gemacht (Blog folgt). Er ist ebenfalls in Kibera aufgewachsen und seit rund 7 Jahren im Tourismus tätig. Er bietet Führungen an in Kibera, im Stadtzentrum oder auch ausserhalb z.B. zur Mülldeponie Dandora.

Auch er hat eine NGO gegründet mit dem Ziel dort Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen und ihnen eine Plattform zu geben, wo sie ihre Talente entdecken und ausleben können. So möchte er gerne im Schulgebäude eine Bibliothek, sowie ein Kunstraum einrichten – für Foto- und Kunstausttellungen. Gleichzeitig geht er mit seinen Tour-Gästen auch bei seinem Projekt vorbei, was ihnen zukünftig ermöglicht dort Kunst an Tourist:innen zu verkaufen und dadurch das Projekt weiter zu stärken.

Hope and Shine Kibera Centre
Mit Aussicht zum Wald…
der zukünftige Kunst- und Ausstellungsraum ist noch im Ausbau

Nach dem Besuch seiner Schule haben wir zusammen einen kleinen Ausflug in die Natur auf der anderen Seite vom Bach gemacht.

mit Sand spielen Kinder überall gerne

Und später hat er uns zurück zu unserer Unterkunft „Edalaa Comfort“ im Bonzen Quartier „Karen“ begleitet. Und als wir so zusammen durch diese Gegend gefahren sind, wurde es mir fast schlecht. Nach einem Tag in der Enge der Slums, in diesen kleinen Wohnungen, nach all diesem Müll – wieder auf so grossem Raum zu sein, in eine Unterkunft zurückzufahren, wo Nio und ich so viel Platz für uns alleine haben inkl. einer grossen Gartenfläche – das war und ist für mich schwierig zu „vereinbaren“.

Als ich Lucas darauf ansprach meinte er, dass er nur wenn nötig hier hinkommt. Und er fügte hinzu: „Schau mal, hier ist kein Leben. Hier sind alle für sich. Hier ist es langweilig. Bei uns in Kibera leben wir Gemeinschaft. Es lebt.“

ein kleiner Teil des Gartens um unsere Unterkunft
das grosse Tor vor unserer Unterkunft (wobei wir in einer „fenced area“ leben = mit Barriere und Wächtern überwachtes Quartier)
eine Strasse in unserem Quartier

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